Oh ja … irgendwann taucht alles wieder auf … Zuletzt habe ich mit einem Kollegen über die
wahre FunPunkKabarett Band der 90er gesprochen Heiter bis Wolkig. Schon bringt er mir die CD mit.
Eine wahre Pracht von Jugenderinnerungen kommt dabei auf. Wie war das noch
“Egal wie alt Du bist das ist ein Teenageaufruhr. Werde Anarchist, das ist ein Teenageaufruhr”
Laut Wikipedia soll HdW mittlerweile in grossen Teilen in “Die roten Ratten” aufgegangen sein.
Es fiel mir am Wochenende wieder in die Hände. Immer dann, wenn man dringend,nach einem bestimmten Gegenstand sucht findet sich etwas anderes. Und so kam eine alte Kiste mit alten Kassetten zum Vorschein. Auf einer dieser stand krikkelig geschrieben “Senser”…
Senser waren in den 90ern eine meiner Ikonen in dem Genre, dass damals einfach nur CrossOver hieß, später dann in Nu-Metal umgenannt wurde (auch wenn mancherdieses verneinen würde).
Während die CrossOver Landschaft damals durchaus von amerikanischen Bands wie Rage against the machine oder Dog eat Dog dominiert wurde,
gab es auf dem europäischen Kontinent durchaus beachtliche Vertreter dieser Musik-richtung.
Aus England tauchte dabei Mitte der 90er eine beachtliche CrossOver Komposition in der Öffentlichkeit auf. “Stacked up” hiess das Werk und die Gruppe war ‘Senser’. Wobei der Bandname mir ständig entfiel … konnte ich mich an dem Album nie satthören.
Es ist einfach eine sehr gelungene Kombination aus den typischen CrossOver-Elemente und Elektronischen, Industry Einflüssen, jedoch immer sehr leichtgängig und dynamisch. Bei Youtube könnt Ihr nochmal das nochmal hören. 1995 war jedoch die kurze Senser-zeit schon vorbei, die Band löste nach einigen Differenzen auf. Und verschwand damit auch aus meinem Blickfeld.
Gestern habe ich mich mal auf die Suche gemacht, was Senser heute so macht. Und siehe da …schon 98 gab es ein weiteres Album …und dann wieder dieTrennung. Bis 2004 das Album “Schematic” veröffentlicht wird. Die Besetzung und der Stil ist geblieben. Aktuell gibt es von Senser ein Live-DVD zu kaufen.
Ich werde mir zumindest jetzt erstmal die mir fehlenden Werke zulegen und ein bisschen schwelgen.
In loser Reihenfolge sollen hier immer mal wieder alte Helden der Jugendzeit betrachtet werden, die mittlerweile leider in ihrer ursprünglichen Form von der Bildfläche verschwunden sind.
Heute rage against the machine…
2000 war es dann vorbei. Zack de la Rocha verließ die Band und beendete damit eines der aufregensten Musikprojekte der 90er Jahre. 1991 gegründet liess die Band durch einen individuellen Mix aus Crossover und aufrüttelnen Texten aufhorchen. Das gleichnamige Debütalbum 1992 war wie ein Komet in die damalige Szene gerast. Ich kann mich noch genau erinnern, als ich Ratm zum ersten Mal auf einer Party hörte und dachte mir würden mit einem Male alle Haare zu Berge stehen und mein Blut würde bersten. Da passte alles, das wuchtige Zusammenspiel, die filigrane und gewaltige Gitarre und der peitschende Gesang…Wahnsinn.
Für mich ist dieses erste Album von Rage against the machine immer noch die Definition von Wut und bis heute ein passables Mittel gegen den Alltagszorn.
Die späteren Alben konnten meiner Meinung nach zwar nicht mehr an das erste heranreichen, aber waren dennoch immer noch Lichtblicke im Musikdschungel.
Was aber ist aus Ratm geworden.
Der größte Teil ist bekannt. Nachdem Zack die Band verließ gründeten die verbleibenden Mitglieder um Tom Morella, Tim Commerford und Brad Wilk die Band Audioslave mit dem ehemaligen Lead-Sänger der Grunge-Band Soundgarden Chris Cornell. Das Nachfolgeprojekt weisst zwar noch schwache musikalische Parallelen zu Ratm aus, aber ist eigentlich nicht mehr damit zu vergleichen, da das geniale Zusammenspiel aus der musikalischen und gesanglichen nicht mehr vorhanden ist. Neben Audioslave arbeitet Tom Morello noch an seinem Folk Soloprojekt The Nightwatchman.
Zack de la Rocha vermeldete, dass er sich von nun ab seinem Soloprojekt widmen wollte, welches aber bis heute noch nicht veröffentlicht wurde. Einzig einen Beitrag zum Irak-Feldzug ist auf seiner Homepage zu finden.
Somit bleiben nur die alten CDs … aber die machen immer noch Spass.
Irgendwie tauchen sie immer wieder auf … Nirvana.
Gerade erst wurde an Kurt Cobain der zweifelhafte Titel des bestverdienenden verstorbenen Künstlers vergeben und nun machen die Nachrichten um die kommende Nirvana-Doku ‘Live! Tonight! Sold out!!’ die Runde. Wahrscheinlich läßt sich die Bedeutung einer Band erst messen, wenn sie nicht mehr existiert. Nirvana war in den 90ern die prägendste Band, das steht fest.
Daher ist der Trailer der Dokumentation sicherlich eine schöne Aufrischung der Erinnerung.





