Das Google Maps auch für Umweltschutzbelange grossartig eingesetzt werden, kann bei der Aktion von Greenpeace gesehen werden. Hier zeigen die Umweltschützer anhand von Google Maps die Wege der von ihnen beobachteten Wale zwischen Neukaledonien und Neuseeland. Diesem Projekt gehört wesentlich mehr Publicity. Daher bitte weitersagen.
In den 90er gab es auch schon Sampler gegen Institutionen, Systeme, etc. Sie hießen beispielsweise Schlachtrufe BRD. Auf Ihnen waren damals Punkgrößen wie Slime, dritte Wahl, etc. vertreten und sangen teilweise überzogen, teilweise erschreckend passend gegen das System.
Nun hat Deutschland dieses Jahr das “Festival” der engagierten Antijugendkultur zu Gast, den G8-Gipfel. An vielen alternativen, attac Ecken wird schon fleissig geplant, wie am besten dieses Treffen der Wirtschaftseliteländer gestört und boykottiert werden kann. Ich denke Protest ist gut, jedoch schreien die Teilnehmer meiner Meinung nach eindeutig gegen das falsche Ziel. Das störende und zerstörende liegt viel mehr in der Gesellschaft selbst, als in den Regierungen der Industrienationen … und das ist wohl zu kompliziert geworden.
Wie kompliziert es ist sieht man an der heutigen musikalischen Begleitung, dem Soli-Sampler Move against G8. Die Schlachtrufe werden loungefähig. Der Sampler kann ebenso beim Mittagessen mit den Grosseltern laufen, wie auch bei einem ruhigen Spieleabend. Da rüttelt einen fast schon Blumfeld und Jan Delay am meisten auf.
Falls dieses die Stimmungslage von uns trifft, dann bleibt nur eins zu sagen, hört auf zu diskutieren, macht die Augen auf und lasst euch nicht täuschen, von keinem!
Ok, das muss ich noch sagen, hört trotzdem rein und kauft den Sampler, ist für einen fast guten Zweck.
ich habe mich ja schon mal etwas, sagen wir mal negativ gefärbt über die Indie-Shooting Stars 2006 geäußert.
Ihr Album, welches in fast allen Jahrescharts vertreten war erschien und erscheint mir als irgendwie unausgereift. Sehr passable zwar für ein Mixtape zum Autofahren, wo es dann zwischen echten Krachern eingebettet ist. Erst dort entfaltet sich bei mir die Abwechslung, die viele andere allein beim Hören des Albums empfinden.
Jetzt ist mir auch klarer warum ich es wahrscheinlich so sehe. Die Jungs sind echt jung. Ich muss dabei gestehen, dass ich zuvor mir nie Bilder der Band angeguckt habe. Mit der aktuellen Visions hat sich dieses geändert.
Und mit dem zugehörigen Interview muss ich sagen, dass daraus echt noch was werden kann. Ausgestatten mit dem scheinbar typischen Selbstbewusstsein britischer Bands sehen die Vier ihre Sitution extrem realistisch. Wenn sie das Internet nicht so schnell in die Öffentlichkeit geholt hätte, wären sie eben weiter 3 Jahre getingelt und dann entdeckt worden.
Vielleicht braucht es einfach noch die 3 Jahre und dann wird ein echt großes Album kommen, mal sehen.
In loser Reihenfolge sollen hier immer mal wieder alte Helden der Jugendzeit betrachtet werden, die mittlerweile leider in ihrer ursprünglichen Form von der Bildfläche verschwunden sind.
Heute rage against the machine…
2000 war es dann vorbei. Zack de la Rocha verließ die Band und beendete damit eines der aufregensten Musikprojekte der 90er Jahre. 1991 gegründet liess die Band durch einen individuellen Mix aus Crossover und aufrüttelnen Texten aufhorchen. Das gleichnamige Debütalbum 1992 war wie ein Komet in die damalige Szene gerast. Ich kann mich noch genau erinnern, als ich Ratm zum ersten Mal auf einer Party hörte und dachte mir würden mit einem Male alle Haare zu Berge stehen und mein Blut würde bersten. Da passte alles, das wuchtige Zusammenspiel, die filigrane und gewaltige Gitarre und der peitschende Gesang…Wahnsinn.
Für mich ist dieses erste Album von Rage against the machine immer noch die Definition von Wut und bis heute ein passables Mittel gegen den Alltagszorn.
Die späteren Alben konnten meiner Meinung nach zwar nicht mehr an das erste heranreichen, aber waren dennoch immer noch Lichtblicke im Musikdschungel.
Was aber ist aus Ratm geworden.
Der größte Teil ist bekannt. Nachdem Zack die Band verließ gründeten die verbleibenden Mitglieder um Tom Morella, Tim Commerford und Brad Wilk die Band Audioslave mit dem ehemaligen Lead-Sänger der Grunge-Band Soundgarden Chris Cornell. Das Nachfolgeprojekt weisst zwar noch schwache musikalische Parallelen zu Ratm aus, aber ist eigentlich nicht mehr damit zu vergleichen, da das geniale Zusammenspiel aus der musikalischen und gesanglichen nicht mehr vorhanden ist. Neben Audioslave arbeitet Tom Morello noch an seinem Folk Soloprojekt The Nightwatchman.
Zack de la Rocha vermeldete, dass er sich von nun ab seinem Soloprojekt widmen wollte, welches aber bis heute noch nicht veröffentlicht wurde. Einzig einen Beitrag zum Irak-Feldzug ist auf seiner Homepage zu finden.
Somit bleiben nur die alten CDs … aber die machen immer noch Spass.
Eigentlich habe ich rationale Zweifel bei jedem Jahresrückblick den ich irgendwo entdecke, sei es im Internet, im Fernsehen, sonst wo. Ich weiß nur zu gut, dass es mich dann immer wieder grummeln läßt, über seltsame Schwerpunkte oder unpassende Auswahlen. Aber trotzdem sie ziehen mich magisch an. Vielleicht, weil ich mich gerne ärgere oder weil man im Moment nicht dran vorbei kommt.
Wie schon vorher geschrieben liegt es wohl an der Ereignislosigkeit der späten Dezembertage das Rückblicke auftauchen, da Neuigkeiten geduldig bis zum Januar versteckt bleiben (das gilt leider auch für Fussballtransfernachrichten).
Also Kick it 2006
Die Musikindustrie maulte dieses Jahr etwas leiser durch die Medienlandschaft. Das Wundermittel MP3-Download hatte einige schmerzhafte Umsatzrückgangswunden geheilt (Aber irgendwie sind doch CDs oder Vinyl viel stilvoller).
Die Popwelt blieb 2006 irgendwie blass und unscheinbar. Robbie Williams dominierte die Landschaft mit seinen psychischen Problemen und daraus resultierender Musik. Man bewunderte eine 50 jährige Dame für ihren Weg zur Stilikone. Aber das war es auch schon … irgendwie eintönig.
In der alternativen Rock/Punk/etc.-Welt dagegen gabe es einige neue Gesichter bzw. einigen neuen Sound zu bewundern (Billy Talent / Panic at the disco). Eine Gruppe katapultierte sich über eine Social Community in das Bewusstsein der Hörer (AM at myspace). Und die Riesen Red Hot Chili Peppers lieferten ein großes Werk ab.
In der alternativ deutschsprachigen Umgebung etablierten sich Tomte in der “hey cool, die höre ich auch voll gerne” Liga (Neben Kettcar, Fettes Brot, etc.). Die Sportfreunde konkurrierten mit Oliver Pocher um das beste Fankurvenlied. Jan Delay bewegte das Tanzbein und Aggro Berlin schaffte es in die “Zeit”.
Meine persönlichen Musikhighlights 2006:
Brand new - The devil and god are raging inside me
Energievoller und mitreißender Emo/Screamo Core
PeterLicht - Lieder vom Ende des Kapitalismus
Bringt unsere Gesellschaft leicht und locker auf den Punkt
Panic at the disco! - A Fever you can’t sweat out
yeah yeah yeahh
Mmmh … je weiter der Kalender auf den 24. zurast, desto leiser werden die Neuigkeiten aus den Weiten der Musiklandschaft. Schinbar zieht sich alle Welt zurück und brütet über die Pläne für das nächste Jahr. Was bleibt dann noch übrig?
Der Jahresrückblick?? …vielleicht besser doch nicht …gibt nur Enttäschungen (warum hast Du den nicht genannt, die Platte war doch voll daneben, etc.)
Oder vielleicht auch eine Jahresvorschau…was kommt 2007????
Mal sehen … ich denke ich werde beides schreiben
Heute geht alles selber. Noch unlängst wurde bei Spiegel online der Designer generell als die Kultur-Ikone schlechthin der Zukunft beschrieben. Durch die Mittel des Mash ups werden Audio, Video, Fotos und Texte zu den Stilmitteln der Kunst.
In der Form trifft es wahrscheinlich nur auf die Kunst zu. Aber allgemein ist zu beobachten, dass sich die Multimediaproduktion immer mehr aus einer Hand, oder aus wenigen Händen geschieht. So widmete Spiegel online dem Thema letzte Woche einen kurzen Artikel : “Das Studio im Wohnzimmer“. Leider sehr oberflächlich gehalten wird auf die Möglichkeiten der Soundproduktionen von zu Hause aus eingegangen.
Sicherlich ist es sehr spannend zu verfolgen in welche Richtung sich diese Hausproduktionen noch bewegen, aber durch das Potential werden Bands auf lange Sicht die Möglichkeit erhalten in der Produktion mehr selbst zu experimentieren und gleich dazu noch das eigene Video mitdrehen.





