Wer gerne bei den sommerlichen Temperaturen seine T-Shirt Kollektion aufstocken, der möge aufhorchen. Brand new räumt seine Lager und bietet drei T-Shirts für knappe 20$ an. Und nur keine Angst vor den Versandkosten. Mit 10,50$ zusätzlich ist es immer noch ein Schnäppchen!
So.. an dieser Stelle ein kurzer Konzertbericht von einem echten Klassiker.
Brand new stattet dem alten Europa seinen ersten Besuch ab und ich kann nur hoffen, dass sie es schnell wieder tun. Das Konzert in Hamburg war auf jeden Fall sehr cool. Die vier Jungs (+ plus einem extra Gitaristen) starteten verhalten aber denoch heftig. Und spätestens mit “you won’t know” brachen alle Dämme. Brand new steigerte sich in riesige Höhen und präsentierte dem Publikum seinen facettenreichen Sound. Die dynamischen Parts wurden zweimal zum verschnaufen durch Soloparts von Jesse Lacey an der Akkustikgitarre unterbrochen, besinnlich!
Jetzt sind Brand new in England unterwegs und dann geht es wieder hinüber nach New York. Aber bald sind sie sicherlich wieder da und dann nichts wie hin
Eigentlich habe ich rationale Zweifel bei jedem Jahresrückblick den ich irgendwo entdecke, sei es im Internet, im Fernsehen, sonst wo. Ich weiß nur zu gut, dass es mich dann immer wieder grummeln läßt, über seltsame Schwerpunkte oder unpassende Auswahlen. Aber trotzdem sie ziehen mich magisch an. Vielleicht, weil ich mich gerne ärgere oder weil man im Moment nicht dran vorbei kommt.
Wie schon vorher geschrieben liegt es wohl an der Ereignislosigkeit der späten Dezembertage das Rückblicke auftauchen, da Neuigkeiten geduldig bis zum Januar versteckt bleiben (das gilt leider auch für Fussballtransfernachrichten).
Also Kick it 2006
Die Musikindustrie maulte dieses Jahr etwas leiser durch die Medienlandschaft. Das Wundermittel MP3-Download hatte einige schmerzhafte Umsatzrückgangswunden geheilt (Aber irgendwie sind doch CDs oder Vinyl viel stilvoller).
Die Popwelt blieb 2006 irgendwie blass und unscheinbar. Robbie Williams dominierte die Landschaft mit seinen psychischen Problemen und daraus resultierender Musik. Man bewunderte eine 50 jährige Dame für ihren Weg zur Stilikone. Aber das war es auch schon … irgendwie eintönig.
In der alternativen Rock/Punk/etc.-Welt dagegen gabe es einige neue Gesichter bzw. einigen neuen Sound zu bewundern (Billy Talent / Panic at the disco). Eine Gruppe katapultierte sich über eine Social Community in das Bewusstsein der Hörer (AM at myspace). Und die Riesen Red Hot Chili Peppers lieferten ein großes Werk ab.
In der alternativ deutschsprachigen Umgebung etablierten sich Tomte in der “hey cool, die höre ich auch voll gerne” Liga (Neben Kettcar, Fettes Brot, etc.). Die Sportfreunde konkurrierten mit Oliver Pocher um das beste Fankurvenlied. Jan Delay bewegte das Tanzbein und Aggro Berlin schaffte es in die “Zeit”.
Meine persönlichen Musikhighlights 2006:
Brand new - The devil and god are raging inside me
Energievoller und mitreißender Emo/Screamo Core
PeterLicht - Lieder vom Ende des Kapitalismus
Bringt unsere Gesellschaft leicht und locker auf den Punkt
Panic at the disco! - A Fever you can’t sweat out
yeah yeah yeahh
Brand new, das New Yorker independent Quartett bringt zwar erst im Januar 2007 sein neues Album auf den europäischen Markt. Aber MySpace macht es möglich…jetzt gibt es schon das komplette Album im Stream.
Möglicherweise ist bei Euch auch das Layout der MySpace-Seite etwas zerschossen…immer nach rechts scrollen, irgendwann kommt der Player. Aber unbedingt reinhören, die Stücke sind grossartig.
Aus Long Island kommt eine interessante Gruppe, die in Ihren Lieder geschickt verschiedene Elemente miteinander verbindet.
Hier tauchen Emo-Passagen auf, die im Refrain direkt von schnelleren Elementen oder sogar von Hardcore-Einlagen unterbrochen werden. Dazu wird das Ganze abwechslungsreich musikalisch untermalt. Sie geraten nicht unbedingt in das Problem, dass einige Emo-Bands begleitet, dass, wenn man nur so halb hinhört, sich die gesamte CD irgendwie gleich anhört. Brand New ist abwechslungsreicher…
Aber für das ganz hohe Ziel müssten sie für mich an einigen Stellen noch etwas mehr Power und Druck entwickeln können.
Trotzdem lohnt sich unbedingt mal reinzuhören, und die Website ist es mit ihrem eigenwillig kreativen Charakter sowieso wert, einen Besuch zu bekommen.





